Zur Startseite

Das Forschungsteam

Gruppenbild des Forscherteams
© Hamburgische Bürgerschaft/Michael Zapf Das Forschungsteam bestehend aus Prof. em. Dr. rer. pol. Wolfgang Seibel, Prof. Dr. jur. Charlotte Schmitt-Leonardy, Prof. Dr. phil. Daniela Hunold und Prof. Dr. phil. Constantin Goschler (v. l. n. r.).

Im Rahmen des Ausschreibungsverfahren wurde die Forschungsgruppe unter Federführung der Ruhr-Universität Bochum einvernehmlich von der Jury und dem Beirat als Auftragnehmer beschlossen. Die Beauftragung an den Senat die Kosten der Untersuchung in Höhe von 900.000 Euro brutto zu übernehmen wurde Ende 2024 mehrheitlich angekommen (Drs. 22/16857). Die Forschungsgruppe arbeitet unabhängig von der mit der Begleitung des Projekts beauftragten Bürgerschaftskanzlei. 

Prof. Dr. phil. Constantin Goschler (Ruhr-Universität Bochum, r.) ist Professor für Zeitgeschichte und forscht unter anderem zu geheimen Nachrichtendiensten, zum Verhältnis von Sicherheit und Öffentlichkeit sowie zum Umgang mit Gewaltfolgen. Er war Mitautor einer grundlegenden Studie zum Bundesamt für Verfassungsschutz. 

Prof. Dr. phil. Daniela Hunold (Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin, 2. v. r.) ist Expertin für Polizeisoziologie und forscht seit vielen Jahren zu Problemen und Herausforderungen polizeilichen Handelns in der Einwanderungsgesellschaft. Sie ist Mitherausgeberin des wissenschaftlichen Grundlagenbandes „Rassismus in der Polizei“ und arbeitete zuletzt mit einem Forscherteam an einer Expertise für die Antidiskriminierungsstelle des Bundes zu Diskriminierungsrisiken durch die Polizei. 

Prof. Dr. jur. Charlotte Schmitt-Leonardy (Universität Bielefeld, 2. v. l.) ist Expertin für Strafverfahrensrecht und interdisziplinäre Rechtsforschung. Zu ihren Forschungsschwerpunkten der letzten Jahre gehören: die Problematik komplexer Großverfahren, Akzeptanzbedingungen hoheitlicher Entscheidungen, Asymmetrien in der Strafprozessstruktur sowie Rechtsstaats- und Demokratieresilienz. Sie war von 2020-2022 Mitglied der Expertenkommission zur Verbesserung der Aufklärung komplexer Unglücksereignisse („Loveparade“).  

Prof. em. Dr. rer. pol. Wolfgang Seibel (Universität Konstanz, l.) ist Experte bei der Untersuchung von schwerwiegenden Fällen von Verwaltungs-versagen. In seinem Reinhart Koselleck-Projekt „Schwarze Schwäne der Verwaltung“ deckte er die Muster hinter den verwaltungsorganisatorischen Dynamiken auf, die zu dramatischen Folgen führten: darunter die Todesfälle bei der Massenpanik während der „Loveparade“ in Duisburg 2010 oder Behördenversagen beim Jugendschutz, der Bauaufsicht oder des Katastrophenschutzes, jeweils mit schwerwiegenden Folgen für Leib und Leben von Menschen.

Auch lesenswert: