NDR und ARTE drehen Dokumentation im Plenarsaal der Bürgerschaft

Film ab im Hamburger Rathaus: Das 120 Jahre alte Gebäude im Herzen der Stadt ist derzeit Kulisse für eine szenische Dokumentation von NDR und ARTE. Ein Film-Team dreht in mehreren Räumen des Rathauses, unter anderem im Plenarsaal mit der einzigartigen Holzvertäfelung (Foto).

 

Das Rathaus und der Reichstag stammen aus der gleichen Zeit. Beide Gebäude sind Ende des 19. Jahrhunderts fertiggestellt worden. Das ist einer der Gründe dafür, dass sich die für jene Zeit typische Inneneinrichtung auf verblüffende Weise wiederfindet. Übereinstimmungen gibt es insbesondere bei den Plenarsälen. Der Sitzungssaal des Reichstags ist beim Reichstagsbrand 1933 zerstört worden. Szenen, die vor dieser Zeit spielen, werden deshalb im Plenarsaal der Bürgerschaft gedreht.

 

Weitere Szenen werden im Großen Festsaal des Rathauses aufgenommen. Dieser dient als Kulisse für die ehemalige Eingangshalle des Reichstags in Berlin. Und den Hamburger Phoenixsaal funktionieren die Mitarbeiter der Produktionsfirma C-Films Deutschland kurzerhand zur Reichstagsbibliothek um. Für die Aufnahmen sind diese Übereinstimmungen laut des NDR in Deutschland einmalig.

 

Die Dokumentation von Autor und Regisseur Christoph Weinert erzählt die Geschichte des Reichstags vom Kaiserreich über die Weimarer Republik, die NS-Diktatur, die Nachkriegszeit und die Wiedervereinigung bis heute. Ein fester Sendetermin des 90-minütigen Films, unter anderem mit der Schauspielerin Anna Thalbach, steht noch aus.