Bürgerschaft entsendet 13 Wahlleute zur Wahl des Bundespräsidenten

Am Wochenende reisen 13 von der Bürgerschaft gewählte Vertreterinnen und Vertreter zur Wahl des Bundespräsidenten am Sonntag nach Berlin. Die Zusammensetzung der Delegation richtet sich nach den Mehrheitsverhältnissen in der Bürgerschaft. Sieben Mitglieder sind von der SPD-Fraktion benannt, je zwei von der CDU und den GRÜNEN sowie je ein Mitglied von den LINKEN und von der FDP.  


Zu der Delegation im Reichstag gehören für die SPD Präsidentin Carola Veit, der Erste Bürgermeister Olaf Scholz, Fraktionschef Dr. Andreas Dressel, Sozialsenatorin Melanie Leonhard, SPD-Landesvize Dr. Nils Weiland. Außerdem werden für die Sozialdemokraten die Erste Bevollmächtigte der IG-Metall Hamburg, Ina Morgenroth sowie das langjährige BASF-Vorstandsmitglied Eggert Voscherau, Bruder des verstorbenen ehemaligen Ersten Bürgermeisters Henning Voscherau, der Delegation angehören. Eggert Voscherau ist ein enger Freund von Dr. Frank-Walter Steinmeier, der nach dem Wunsch der großen Koalition in Berlin Nachfolger des scheidenden Bundespräsidenten Joachim Gauck werden soll. Neben Steinmeier sind außerdem Prof. Christoph Butterwegge, Albrecht Glaser, Alexander Hold und Engelbert Sonneborn als Kandidaten nominiert.


Für die CDU werden Fraktionschef André Trepoll und Landeschef Roland Heintze ihre Stimme in der Bundesversammlung abgeben, für die GRÜNEN die Zweite Bürgermeisterin Katharina Fegebank und Fraktionschef Dr. Anjes Tjarks, für DIE LINKE deren ehemaliger Landeschef Herbert Schulz  und für die FDP die Fraktions- und Landesvorsitzende Katja Suding. 


Bei den Wahlleuten der Länder handelt es sich in der Regel um Landtagsabgeordnete. Es können aber auch Kommunalpolitiker und Persönlichkeiten aus anderen Bereichen des öffentlichen Lebens ein Mandat erhalten. Neben den von der Bürgerschaft gewählten Wahlleuten geben auch die 13 Hamburger Bundestagsabgeordneten ihre Stimme ab.


Das Programm in Berlin beginnt für einige der Wahlleute bereits am Samstagnachmittag mit einem Treffen der Fraktionen. Für Sonntag ist eine ökumenische Morgenandacht in der St. Hedwigs-Kathedrale in der Nähe des Reichstags geplant. Um 12 Uhr beginnt die 16. Bundesversammlung mit der Ansprache von Bundestagspräsident Prof. Norbert Lammert. Eine Viertelstunde später geben die Wahlleute ihre Stimme ab. Die Auszählung des ersten Wahlgangs wird etwa eine Stunde und 45 Minuten dauern.


Die Wahl ist geheim. Gewählt ist, wer die Stimmen der Mehrheit der Mitglieder der Bundesversammlung erhält. Wird diese Mehrheit in zwei Wahlgängen von keinem Bewerber erreicht, so ist gewählt, wer in einem weiteren Wahlgang die meisten Stimmen auf sich vereinigt.


Die Bundesversammlung besteht aus 630 Vertreterinnen und Vertretern der Länder sowie den 630 Bundestagsabgeordneten.


Die Wahl des Bundespräsidenten wird am Sonntag, den 12. Februar, auch im Internet übertragen: www.bundestag.de