Vielfältige Migrationsgeschichten
Die freiwilligen Angaben zeigen die unterschiedlichen Migrationsgeschichten und familiären Hintergründe der Politiker:innen – ob in der Türkei, Polen, Brasilien, Iran, Afghanistan oder Ghana. Als Migrationshintergrund wurde dabei definiert, dass die Abgeordneten selbst oder mindestens ein Elternteil mit einer anderen Staatsangehörigkeit als der deutschen geboren wurden. Für die Wahl in das Parlament wird eine deutsche Staatsangehörigkeit vorausgesetzt.
Der Anteil der Abgeordneten mit Migrationshintergrund liegt demnach bei rund 28 Prozent. Zum Vergleich: Nach aktuellen Zahlen des Statistikamts Nord haben rund 42 Prozent der Hamburger Bevölkerung einen Migrationshintergrund. Dabei ist zu berücksichtigen, dass in dieser Bevölkerungsstatistik auch Menschen ohne deutsche Staatsangehörigkeit erfasst werden, die dauerhaft in Hamburg leben, jedoch nicht wahlberechtigt sind - darunter auch Kinder. Mehr als ein Viertel der Menschen, die in Deutschland leben, haben einen Migrationshintergrund, von ihnen sind ein Drittel Deutsche.