Am Mittwoch wurde auf Initiative der Hamburgischen Bürgerschaft die israelische Flagge am Hamburger Rathaus gehisst. Anlass war ein Vorfall am vergangenen Wochenende, bei dem während einer Demonstration auf dem Rathausmarkt eine israelische Flagge verbrannt worden war.
Bürgerschaftspräsidentin Carola Veit erklärte zu Beginn der Bürgerschaftssitzung, das Hissen der Flagge solle ein Zeichen gegen Antisemitismus setzen. Die Verbrennung der Flagge sei ein „abstoßendes Bild“, das nicht unwidersprochen bleiben dürfe.
„Gemeinsam gegen unerträgliche Symbolik“
Die Vernichtung der israelischen Flagge sei zudem „zu Füßen des Denkmals Heinrich Heines zur Erinnerung an die Bücherverbrennung durch die Nationalsozialisten“ erfolgt, sagte Veit. „Zuerst wurden Bücher verbrannt, später Menschen. Erst vor zwei Wochen hat die Hamburgische Bürgerschaft in einer Gedenkstunde an die Schrecken und Verbrechen der Shoah erinnert. In unserem Plenarsaal sprach dazu eine Überlebende. Umso entschiedener treten wir solch einer unerträglichen Symbolik gemeinsam entgegen. Hamburg wehrt sich gegen jede Form von Antisemitismus!“
Die Polizei hatte nach dem Vorfall Ermittlungen aufgenommen. Dabei geht es nach Angaben der Polizei unter anderem um den Verdacht der Verletzung von Flaggen und Hoheitszeichen ausländischer Staaten sowie Sachbeschädigung.