Maria Papakyriakou ist seit 2021 Botschafterin der Republik Zypern in Deutschland. Nach Antrittsbesuchen unter anderem in Bremen, Hessen und Nordrhein-Westfalen führte sie ihr Weg nun auch nach Hamburg, wo sie im Rathaus von Bürgerschaftspräsidentin Carola Veit empfangen wurde.
Im Mittelpunkt des Gesprächs standen der Austausch über die EU-Ratspräsidentschaft Zyperns unter dem Einfluss geopolitischer Themen auf Bereiche wie Wehrpflicht und Zivilschutz. Außerdem sprachen Präsidentin und Botschafterin über Debatten und Perspektiven zur Anpassung der EU an eine veränderte Welt – unter anderem ging es dabei auch um das Einstimmigkeitsprinzip innerhalb der EU sowie die Beziehungen zwischen Hamburg und Zypern.
Zyperns EU-Ratspräsidentschaft als zentrales Thema
Schwerpunkt des Besuchs war die Ratspräsidentschaft der Republik Zypern. Zypern hat seit dem 1. Januar 2026 den Vorsitz im Rat der Europäischen Union inne und übt diesen noch bis Ende Juni aus. Es ist nach 2012 das zweite Mal, dass Zypern diese Aufgabe übernimmt. Das Motto der zyprischen Ratspräsidentschaft lautet: „Eine autonome Union. Offen für die Welt.“
Zu den zentralen Aufgaben der Ratspräsidentschaft gehören die Planung, Koordinierung und Leitung von Sitzungen des Rates sowie die Vermittlung zwischen den Mitgliedstaaten. Darüber hinaus vertritt die Ratspräsidentschaft den Rat gegenüber anderen EU-Organen und wirkt an Verhandlungen mit. Dabei ist sie zur Neutralität verpflichtet und übernimmt die Rolle einer ehrlichen Vermittlerin.
Nach dem Gespräch trug sich die Botschafterin in das Gästebuch der Hamburgischen Bürgerschaft ein. Im Anschluss besuchte Maria Papakyriakou den Europaausschuss, wo sie über die zyprische Ratspräsidentschaft berichtete. Auf Zypern folgt Irland, das den Vorsitz im Rat der Europäischen Union vom 1. Juli bis zum 31. Dezember 2026 übernimmt.