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79 Jahre Befreiung des KZ Neuengamme

Foto von einer Personengruppe, die ehemaligen KZ-Häftlinge sitzen in der vorderen Reihe auf Stühlen, dahinter stehen die weiteren Personen.
© Hamburgische Bürgerschaft/Michael Zapf Präsidentin Carola Veit, Jan van den Hoorn (Vorsitzender der Stichting Oktober 44, Niederlande), Anja Hajduk (Staatssekretärin im Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz), Kultursenator Dr. Carsten Brosda und Prof. Dr. Oliver von Wrochem (Vorstand Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte) gemeinsam mit ehemaligen KZ-Häftlingen.
03. Mai 2024 Vor 79 Jahren wurde das Konzentrationslager Neuengamme von britischen Soldaten befreit. Bei einer Gedenkveranstaltung erinnerte Bürgerschaftspräsidentin Carola Veit an die Opfer und mahnte, auch heute Unrecht zu erkennen und zu benennen.

 Carola Veit, Präsidentin der Hamburgischen Bürgerschaft:

„Es war in Hamburg sichtbar, was hier im KZ Neuengamme passiert ist. Die Häftlinge waren überall in der Stadt präsent: Sie wurden als Zwangsarbeiter:innen eingesetzt, hungerten, wurden brutal gequält und viele starben. Die kollektive Verleugnung, „Wir haben es nicht gewusst“, ist lange enttarnt.

Der heutige Gedenktag, 79 Jahre nach der Befreiung des KZ Neuengamme, mahnt uns, Unrecht zu erkennen und es zu benennen. Denn auch in Deutschland haben antisemitische Übergriffe und rechte Gewalt stark zugenommen. Rechte Parteien und Gruppierungen mit menschenfeindlichem Weltbild haben Zulauf.

Das dürfen wir nicht tolerieren. Wir müssen uns für unsere Demokratie und ein Miteinander in Freiheit und Toleranz und gegen Rassismus, Hass und Hetze einsetzen. Unsere Verantwortung ist es, das Erbe der Zeitzeug:innen lebendig zu halten und ihre Geschichten und die Geschichten ihrer Nachfahr:innen weiter zu erzählen. Die Würde des Menschen ist unantastbar!“