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Marathonlesung erinnert an die Bücherverbrennung von 1933

Schüler:innen hören am Platz der Bücherverbrennung am Kaiser-Friedrich-Ufer eine Rede von Präsidentin Carola Veit.
© Hamburgische Bürgerschaft/Constanze Schneider Schüler:innen hören am Platz der Bücherverbrennung am Kaiser-Friedrich-Ufer eine Rede von Präsidentin Carola Veit.
21. Mai 2026 Die 26. Marathonlesung auf dem Platz der Bücherverbrennung am Kaiser-Friedrich-Ufer erinnerte am Donnerstag an die Bücherverbrennung vom 15. Mai 1933.

Die 26. Marathonlesung auf dem Platz der Bücherverbrennung am Kaiser-Friedrich-Ufer erinnerte am Donnerstag an die Bücherverbrennung vom 15. Mai 1933.

Die Veranstaltung wurde vom Gymnasium Kaiser-Friedrich-Ufer (KAIFU) organisiert und gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern mehrerer Hamburger Schulen gestaltet. Neben Beiträgen des Emilie-Wüstenfeld-Gymnasiums, der Ida Ehre Schule und des KAIFU beteiligten sich zahlreiche Gäste an der ganztägigen Lesung aus Werken verfolgter Autorinnen und Autoren.

Erinnerung an Verfolgung und Ausgrenzung

In ihrem Grußwort erinnerte Veit an die nationalsozialistischen Bücherverbrennungen und warnte vor Angriffen auf Meinungsfreiheit und demokratische Werte. 

Zugleich betonte Veit die Bedeutung von Medienkompetenz und kritischer Auseinandersetzung mit Informationen – insbesondere im digitalen Raum. Demokratie lebe davon, „dass wir bereit sind zuzuhören, Argumente zu prüfen und zwischen Wahrheit und Lüge unterscheiden zu können“.

Die Marathonlesung findet jährlich am Platz der Bücherverbrennung am Kaiser-Friedrich-Ufer statt. Sie erinnert an die Bücherverbrennung vom 15. Mai 1933, bei der auch in Hamburg Werke zahlreicher Autorinnen und Autoren durch die Nationalsozialisten öffentlich verbrannt wurden.