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Haus der Bürgerschaft - Landesparlament an einem zentralen Ort

Visualisierung des Hauses der Bürgerschaft, Blick über den Fleet auf das Gebäude.
© Art-Invest Real Estate Management GmbH & Co. KG Visualisierung des Hauses der Bürgerschaft, Blick über den Fleet auf das Gebäude.

Mehr als 20 Jahre wurde geplant, gesprochen, gerechnet – und wieder alles gestrichen. Jetzt wird gehandelt: Ein „Haus der Bürgerschaft“ wird Realität. Zum 1. April 2026 wird ein modernisiertes Bürogebäude am Alten Wall 38 im Herzen Hamburgs an die fünf Fraktionen und die Verwaltung des Hamburger Landesparlaments offiziell übergeben. Für die rund 270 Mitarbeitenden, die bisher auf bis zu sechs Standorte rund um das Rathaus verteilt waren, ist nun ein dauerhafter Standort gefunden. 

Manche werden noch die Diskussion um die Bebauung des Domplatzes, dem heutigen Hammaburgplatz, erinnern. Eine umstrittene Planung für Bürgerschaftsfraktionen, Verwaltung, öffentlichen Bücherhallen und der Landeszentrale für politische Bildung konnte sich nicht durchsetzen. Helmut Schmidt, der aus seinem Büro im Pressehaus auf die Fläche blickte, etwa sah darin einen „krassen Bruch mit der Geschichte“ Hamburgs. Für die Bücherhalle wurde am Hühnerposten ein Standort gefunden, für die Bürgerschaft ging die Suche nach einer dauerhaften Lösung weiter.  Denn: nach jeder Wahl muss die Bürgerschaftsverwaltung laut Fraktionsgesetz Räume bereitstellen – ohne im Voraus zu wissen, wie viele Parteien in welcher Stärke in die Bürgerschaft gewählt werden. Auch für Enquetekommissionen oder die vielen Mitarbeitenden von Parlamentarischen Untersuchungsausschüssen müssen ad hoc Arbeitsplätze zur Verfügung stehen. So existierten in der vergangenen Wahlperiode bis zu sieben Mietverträge für Büroräume in der Innenstadt. Dass mehrere davon demnächst auslaufen und ganz neu verhandelt werden müssten, passt zu dem bevorstehenden Umzug in das neue „Haus der Bürgerschaft“. 

Im November 2022 hatte die Bürgerschaft einstimmig beschlossen, ein geeignetes Mietobjekt zu suchen – eine städtische Fläche für einen Neubau stand ebenso wenig zur Verfügung, wie sich ein Kaufobjekt anbot. Eine umfangreiche Wirtschaftlichkeitsuntersuchung und eine Nutzwertanalyse unterstützten die die Suche und schließlich die Entscheidung für die Immobilie in unmittelbarer Nachbarschaft zum Rathaus – das nach wie vor der repräsentative Sitz von Bürgerschaft und Senat bleibt. 

Im Mai 2023 stellten Bürgerschaftspräsidentin Carola Veit und Finanzsenator Dr. Andreas Dressel die Pläne für das neue Haus der Bürgerschaft vor, im September 2024 konnte mit der Vermieterin Art-Invest Real Estate Richtfest gefeiert werden. Im Frühjahr 2026 können nun die Räume übergeben werden. 

Um zu verhindern, dass das Projekt letztlich teurer wird als geplant und langfristig finanzierbar bleibt, waren mehr als eineinhalbjährige Verhandlungen geführt worden. Am Ende stand ein Vertragswerk von über 200 Seiten, das unter anderem vorsieht, dass das Risiko eventueller Baukostensteigerungen komplett bei der Vermieterin liegt. Eine festgelegte Miete bietet Planungssicherheit für die Mietzeit von 30 Jahren – Verlängerung optional. 

„Wir befinden uns auf der Zielgeraden. Ich freue mich, dass das Projekt sowohl vom Etat- als auch vom Zeitplan im Rahmen liegt“, stellte Bürgerschaftspräsidentin Carola Veit fest. Das Parlament hat einen zentralen Platz im Herzen der Stadt. Hier wird Demokratie zum Gelingen gebracht – Tag für Tag und für alle Hamburger:innen“.

Einige Eindrücke vom Entstehungsprozess in der Bildergalerie.

 

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